| LiteraTour 6: Worb (SBB) - Gysenstein - Tägertschi - Münsingen Mit Glausers «Matto regiert» zu Besuch im Psychiatriezentrum Münsingen |
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| Route | Wanderinfos | Essen&Schlafen | weiterführende Infos Route: Worb SBB - Gysenstein - Tägertschi - Münsingen. Von Worb Station SBB gehts auf dem Wanderweg Richtung Trimstein, durch den Wald, danach steil den Wiesenweg hinauf. Oben steht ein Bänkli unter einem einsamen Ahorn. Dort tut sich das ganze Panorama auf: Vom Chasseral mit Bern im Vordergrund über den Belpberg, der wie eine steckengebliebene Schildkröte in der Ebene liegt, über Stockhorn- und Niesenkette bis zu Eiger, Mönch und Jungfrau. Unterhalb des Ahorns liegen die alten Bauernhäuser Trimsteins. In Trimstein hat man die Wahl: Entweder man nimmt den direkten Weg nach Tägertschi, ober man macht den kleinen Umweg über Gysenstein, das dem Dorf «Gerzenstein» in Glausers Roman «Wachtmeister Studer» die Hälfte seines Namens gegeben haben soll. Die zweite Hälfte stammt nach Ansicht von Literaturwissenschaftern vom Dorf Gerzensee, das gegenüber auf der Terrasse des Belpberges liegt. Wir nehmen den Weg über Gysenstein. Ausgangs Trimstein dem Wegweiser Richtung Herolfingen folgen. Vorbei an einem Restaurant, das schlicht und ergreifend «Restaurant» heisst, geht es 100 Höhenmeter hoch. Von Gysenstein gelangen wir in rund 30 Minuten zum Bahnhof Tägertschi. Vom Bahnhof wieder 100m auf dem gleichen Weg zurück bis zum Bahnübergang, dann aber links den Hügel runter Richtung Münsingen. Der Blick öffnet sich erneut auf die Vor- und Hochalpen. Auf der Wiese davor ein Gehöft, in dessen Spycher der Berner Mundartdichter Rudolf von Tavel gewohnt hat. Am Schiessstand vorbei gelangen wir nach Münsingen und bald an die Bern-Thunstrasse, an der das Restaurant «Bären» steht. Die Bärenwirtin erzählt gerne von der langen Vergangenheit des Gasthofs samt Geistergeschichte auf dem Dachboden. Vom Bären quer über die Strasse zur Kirche, rechts an der Kirche vorbei übers Kirchbühl unter der Eisenbahn durch zur psychiatrischen Klinik Münsingen, deren Innenhof und Cafeteria der Öffentlichkeit frei zugänglich sind. Zu Glausers früherem Zimmer gelangt man, wenn man im Innenhof rechts an der Minigolfanlage vorbei zum Ende des U-förmigen Traktes geht. Variante: Über der Senke des Aaretals (Worb SBBTrimsteinOberholzSchwandMünsingen; Wanderzeit 1,5 h). Beschauliche Wanderung über den terrassenartigen Rücken zwischen der Aaretalsenke und dem Emmentaler Hügelland. Tiefblicke auf das weite Anstaltsareal kontrastieren zu den Weitblicken in die Kette der Berner Hochalpen und zum Jura. Die zweite Variante führt vom Bahnhof Worb-Dorf mit dem Bus nach Schlosswil (10 Minuten ab Bern, Fahrplanfeld 294.20). Der Automotor macht die Höhenmeter. In Schlosswil durch eine prächtige Allee zum Aussichtspunkt ausgangs Wald. Dem Grat entlang bis zum Ballenbühl, danach runter nach Tägertschi und fortfahren, wie in der Hauptroute beschrieben. Wanderinfos Essen: In Worb Dorf (erreichbar mit der RBS vom Hauptbahnhof Bern in 24 Minuten, Fahrplanfeld 294) gibt es mehrere Restaurants. Empfehlenswert ist etwa das Restaurant Brauerei (Tel. 031 839 23 26) neben der Bierbrauerei, die das Egger Bier braut. Wintergarten und Kegelbahn vorhanden. Führungen durch die Brauerei jeweils Freitags auf Anfrage (Tel. 031 839 03 57). Im Restaurant Bären in Münsingen, dem wohl ältesten Gasthof der Schweiz, lässt sich wunderbar tafeln, mit etwas Glück gar an jenem Tisch, an dem ein Teil von Jeremias Gotthelfs «Anne Bäbi Jowäger» verfilmt wurde (Tel. 031 721 11 84). |
Tipps 1,5 Wanderstunden von Münsingen entfernt auf dem Belpberg liegt Gerzensee. Unterhalb Gerzensee hat es ein kleines verträumtes Strandbad (auf der Landkarte als «Seehus» vermerkt). Eigentlich nur für Gemeindebürger und -bürgerinnen gedacht. Fremden droht grundsätzlich eine Busse von 400 SFr.-. Wer es weniger anstrengend haben will, erreicht vom Psychiatriezentrum Münsingen aus auf ebenem Weg nach einer Viertelstunde die Mühle Hunziken. Dieses atmosphärische Konzertlokal ist schweizweit bekannt www.muehlehunziken.ch. Wer keine Lust zum Konzertbesuch hat, kann auch nur an der Bar sein Bier trinken und das Sammelsurium von aufgehängten Kuriosa bestaunen. |
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| Website zum Buch «Mordsspaziergänge» | ||||||||||
| 2001 © Website Regula Späni | © Fotos Willi Brand | ||||||||||